18.05.12

Kritik: Avengers



Man mag es nicht glauben, gerade bei mir Comicfan, das ein Film, der selbst die krudeste SF/Action Story in einen sinnvollen Plot mit recht geschliffenen Dialogen und sogar Zeit für Charakterentwicklung nur ein leichtes Schulterzucken auslöst. Nach 4 Jahren Vorbereitung in 5 Filmen (für´s Protkoll Iron Man 1 & 2 , Der unglaubliche Hulk, Thor und Captain America) und diversen Multimedialen TieIns habe ich für mich nach 2 Tagen sacken lassen das Problem rausgefunden...


04.04.12

Kritik: Hunger Games

Wenn ein Studio einem seinen neuen Film als neuen "Harry Potter" oder "Twilight" gleichen Erfolg verkaufen will, sollte man aufhorchen. Zum einen weil - trotz aller Macken der Potter Bücher und Filme - ein gewaltiger Qualitätsunterschied zwischen den Franchise besteht (wie Mythbusters schon gezeigt haben, man kann Kot polieren, riechen tut er trotzdem) und zum zweiten gab es schon mehrere Versuche, eine neue Buchumsetzungs-Marketing-Filmmaschine in Gang zu setzen, die nur wenig Durchhaltevermögen bewiesen haben (Hallo Lemony Snicket und Narnia).

Lionsgate hat also jetzt mit "The Hunger Games" von Suzanne Collins eine neue Vorlage gefunden, deren Bücher sich in den USA wie geschnitten Brot...mit Butter... Nutella...Vanillestreuseln...und dem Rezept zum ewigen Leben verkauft haben. Und nachdem ich in New York mit Massen von Werbetafeln, Spots auf Taxen, in UBahn Stationen, Aufstellern in Buchläden, usw. zugedröhnt wurde, hab ich dann am Flughafen "kleinbeigegeben" und das Buch mitgenommen (bzw mitnehmen lassen) und am Dienstag den direkten Vergleich zum Film antreten können.

28.03.12

Kritik: John Carter

Eigentlich ist es ein Ungerechtigkeit - nach all den Jahrzenten kommt endlich einer der original Science Fiction Pulp Helden ins Kino und dann hört man in den Kritiken entweder nur, dass der Film ein Riesenflopp ist (geschätzte 200.000.000 $ Verlust für Disney) oder dass man schon alles bei Star Wars und Avatar gesehen hätte. Beides nicht so ganz falsch, aber gerecht ist es nicht.

 "John Carter" also - 1917 vom Tazan Autor Edgar Rice Burroughs unter dem Titel "A Princess of Mars" geschrieben - ist nach fast 100 Jahren die erste Verfilmung (mit Budget) des Prototypen des romantischen Schwert & SF und Helden, dem Lucas, Cameron und die Charaktere Buck Rogers und Flash Gordon und sogar Superman immer wieder Tribut zollten. (Ein wenig ironisch, da sich Burroughs selbst bei "Lt Guillivar Jones" aus dem Jahr 1905 bediente).

Bei all der schlechten Presse über das missratende Marketing (gleich mehr dazu), den fernbleibenden Zuschauern und den lauwarmen Kritiken: "John Carter" ist ein solider SF-Action-Abenteuer-Film. Nicht aufsehend erregend innovativ, aber trotzdem hat er mMn etwas mehr Aufmerksamkeit verdient als er bekommt.

11.12.11

Podogramm II : Die Nerdist Fraktion

Eigentlich hätte mir Chris Hardwick gleich etwas sagen müssen - schließlich gehör ich mit zu den Idioten, die regelmäßig in den 90ern "Singled Out" geguckt hatten. Einerseits um über die College-Kid-Kandidaten zu lästern und zweitens, auch wenn es niemand heute zugeben würde, wegen Jenny McCarthy und Carmen Electra.

 Die 90er, das pure Grauen in Dosen. 


Um so mehr überraschte es mich - im Sinne von "aha, ist er doch nicht ganz verschwunden" - als er voriges Jahr in Zusamenhang mit einem Podcast im Interview mit dem momentanen Doctor Who Schauspieler Matt Smith aufgetaucht ist. Hardwick hat sich in der Zwischenzeit als "Profi-Nerd" geoutet und mit nerdist.com ein kleines Nerd Imperium aufgebaut. Zusammen mit seinen Co-Host Matt und Jonah hat gibt es 1 bis 2 mal die Woche  einen neuen Cast, entweder Hostful (nur die 3) oder mit Gast. Und Junge, haben die eine gute Auswahl: Nathan Fillion, Will Wheaton,Adam Savage, Die Muppets, Stan Lee., Weird Al Yankovic . Im Prinzip wird jeder fündig und das schöne ist, auch wenn man mal mit einem der Gäste nix anfangen kann, ist innerhalb der nächsten Woche wieder jemand interessantes dabei.

Mittlerweile hat sich eine ganze Gruppe von Castern unter dem Nerdist Banner vereint - irgendwie ist für jeden was dabei.

Einen der Casts will ich aber noch rausheben, da er unter die Kategorie "40 Folgen quasi am Stück gehört" fällt: The Thrilling Adventure Hour
Der Cast persifliert die Radioshows der 30er und 40er Jahre und startete als LiveTheaterShow. Zum festen Repertoire gehören Sparks Nevada, Marshal of Mars, der ständig nörgelnde Gesetzeshüter mit seinem Marisanischen Gefährten, und Bevond Belief, das High Society Pärchen Frank & Sadie (ganz im Stil vom "Dünnen Mann"), die eigentlich lieber weiter Martinis schlürfen würden, statt sich um übernatürliche Bedrohungen zu kümmern. Unregelmäßig Captain Laserbeam (ein Superheld, der sich eher in semantischen Diskussionen mit seinem Fanclub verstrickt) Ace American (ein Ersatz Captain America mit hohem Sidekickverbrauch) Amelia Earhart, Fearless Flier (Amelia gg das dritte Reich) etc... So schräg, dass man gelgentlich nicht anders kann als laut loszulachen.(Ohne Gewähr für alle...)

Ansonsten empfiehlt es sich, bei Nerdist.com reinzuschauen. Auch die Blogs werden regelmäßig gefüllt.

07.12.11

Podogramm I: The Moth

Okay,  Steurrkrams war schneller fertig als gedacht, Skyrim grade etwas frustig (4mal draufgegangen nach 3/4h Dungeonkrabbeln um am Ausgang von einem Drachen empfangen und platt gemacht zu werden), also mehr Zeit für ein bisschen was anderes.

Da es sich gerade so schön einwintert und mein Lessekonsum irgendwie gegen 0 läuft (danke, unhandliches "Dance of Dragons" an dem ich nun seit 5 Monate rumkaue da ich nicht immer Lust habe 2kg Buch mitrumzuschleppen) ist der Medienkonsum stark auf Podcasts zugeschnitten. Und unausweichlich lass es mir nicht nehmen, ein paar über die nächsten Tage zu empfehlen.

Anfang macht "The Moth

True Stories told live klingt vielleicht ein wenig nach dem RTL2 Ansatz, aber im Gegensatz zu den Laienschauspieler Desastern zeichnet sich The Moth durch wirklich gut erzählte - z.T. durch bekannte Leute und Autoren wie Salman Rushdie oder Elif Shafak - Geschichten aus dem Leben. In den Staaten hat die Motte einen eigenen Platz im öffentlichen Radio und veranstaltet regelmäßig Workshops für die Geschichtenerzähler.  Die Qualitätssicherung macht sich bemerkbar, denn auch die "normalen" Leute von der Straße verstehen es, ihr Story packend rüberzubringen - eine Vater erzählt, wie er die Beschneidungsüberreste seines Sohnes versucht im Park zu vergraben, Salman berichtet wie er seinen Writer´s Block nach einem Besuch in Nicaragua überwunden hat (mit einer großartigen Punchline), eine Mutter berichtet, wie oft sie ihre Kinder belogen hat etc. Klingt nicht soo aufsehendergend, ist aber oft zugleich lustig, rührend und traurig.
Passenderweise ist gerade (Dez.2011) der 200. Podcast als Jubiläumsfassung in 2h Länge erschienen - leider heißt es schnell zugreifen, denn die Bibliothek wird relativ schnell geleert und nur 4-5 sind rückwirkend abrufbar.Und die übliche Länge von 15 bis 20 min passt gut für ne Bus oder Bahnfahrt. Aktualisiert wird der Cast immer Montags nachmittags/abends unsere Zeit.